Hier finden Sie die Ergebnisse von PV+Test, einem herstellerunabhängigen Modultest von TÜV Rheinland und Solarpraxis AG.
Modul-Bestenliste
Module, die die versprochenen 20 Jahre Lebensdauer nicht erreichen, sind der Alptraum eines jeden Kunden und auch Installateurs. PV+Test bietet Orientierung bei der Auswahl der Module. Denn der Modultest bewertet die Produkte nicht nur nach Leistungskriterien, sondern auch nach ihrer Alterungsbeständigkeit, der elektrischen Sicherheit, der Verarbeitung, der Qualität der begleitenden Dokumentation, den Garantiebedingungen und der Montagefreundlichkeit.
Die Kriterien für diese umfassende Bewertung hat ein Industriebeirat diskutiert und verabschiedet, den die Abteilung für Ingenieursdienstleistungen der Solarpraxis AG, die die photovoltaik mit herausgibt, einberufen hat. Die Sitzungen waren für alle Hersteller, Prüflabore und andere interessierte Experten aus der Solarwirtschaft offen.
Da diese Tests sehr umfangreich und damit teuer sind, werden sie von den Modulherstellern bezahlt. Trotzdem sind die Tests unabhängig. Dafür steht das akkreditierte Prüflabor des TÜV Rheinland. Die Hersteller haben keinen Einfluss auf die Ergebnisse. Sie können lediglich entscheiden, ob die Ergebnisse tatsächlich mit ihrem Namen veröffentlicht werden oder nicht. Werden sie nicht veröffentlicht, gehen sie trotzdem in den Notenspiegel ein. Da verständlicherweise die Hersteller schlecht getesteter Module die Veröffentlichung ablehnen werden, ist PV+Test also eine Bestenliste. Am Notenspiegel erkennen Kunden, wie die veröffentlichten Ergebnisse einzuordnen sind. TÜV Rheinland und Solarpraxis führen die Tests kontinuierlich weiter durch und die PV+Test-Liste soll wachsen. Sobald ein neues Modul den Test bestanden hat, veröffentlicht photovoltaik die Ergebnisse.
Ausführliche Testergebnisse
Die ausführlichen Testergebnisse werden ebenfalls fortlaufend im Magazin photovoltaik veröffentlicht.

PV+Test-Artikel (photovoltaik 04/2012): Jetion im PV+Test

PV+Test-Artikel (photovoltaik 03/2012): Neu in der Bestenliste



PV+Test-Artikel (photovoltaik 02/2011): Modul-Bestenliste startet
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Glossar (photovoltaik 02/2011): So prüft PV+Test
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PV+Test-Glossar
Im Test:

Solon Blue 230/07
Das Solon Blue 230/07 ist ein polykristallines Modul, das es außer in der getesteten Leistungsklasse mit 235 Watt auch in Leistungsklassen von 225 bis 260 Watt gibt. Es hat einen Hohlkammerrahmen, und das Frontglas besteht aus vier Millimeter dickem Solarglas. Dadurch ist das Modul nach Aussage von Solon sehr stabil. Die hohe Qualität des Moduls bedinge auch einen leicht höheren Preis. Daher sei es ein typisches Modul für den Wohnhausbereich. Es werde von Projektentwicklern aber auch häufiger auf größeren Industriedächern und teilweise auch in Freiflächenanlagen verbaut.
Das Modul ist seit April 2009 für den europäischen Markt erhältlich. Seitdem wurden Module mit einer Gesamtleistung von ungefähr 200 Megawatt produziert. Für den US-Markt bietet Solon eine Variante mit UL-zertifizierter Anschlussdose an. Seit Februar 2010 hat das Modul auch das MCS-Zertifikat für den britischen Markt. Nach Aussage von Solon ist dieses Modul der Verkaufsschlager des Unternehmens. Es ist auch in einer monokristallinen Variante mit dem Namen Solon Black 230/07 erhältlich.

Schott Solar Schott Poly 290
Das Schott Poly 290 mit einer Nennleistung von 290 Watt ist seit 2008 auf dem Markt. Es besitzt 80 polykristalline Zellen und ist das einzige Modul im Test, das nicht nur auf der Vorderseite durch eine Glasscheibe geschützt ist, sondern auch auf der Rückseite. Dadurch ist es nach Aussage von Schott Solar besonders gut gegen widrige Umgebungsbedingungen geschützt. Glas sei eben undurchlässig für Wasser, Wasserdampf, Säuren, Ammoniak, Öle und Lösungsmittel. Auch für Gebiete mit hohen Schnee- und Windlasten sei es geeignet. Das Modul zeichne sich durch eine hohe Langzeitstabilität aus. Das sei grundsätzlich in allen Marktsegmenten, also Residential, Commercial und Freifläche, interessant. Trotz des im Vergleich zu Modulen, die auf der Rückseite eine deutlich leichtere Folie haben, höheren Gewichts werde das Poly 290 auch im Aufdachbereich installiert. Nach Angaben des Herstellers wurden Module dieses Typs mit einer Leistung von 50 Megawatt verkauft. Es ist das Nachfolgeprodukt des Moduls ASE 260, von dem über 100 Megawatt produziert worden seien. Im Juli 2010 hat Schott eine lineare Leistungsgarantie eingeführt mit dem Endpunkt von 82,5 Prozent der Nennleistung nach 30 Jahren. Im Mai bringt Schott Solar eine kleinere Variante des Moduls auf den Markt, das Poly 185.

Sharp NU-180E1
Das monokristalline Modul von Sharp hat eine Nenn-leistung von 180 Watt und ist seit 2007 auf dem Markt. Seitdem sind nach Angaben des Herstellers Module dieses Typs mit einer Leistung von insgesamt 180 Megawatt verbaut worden. Es sei für Einsatzbereiche mit hohem Leistungsbedarf ausgelegt und universell verwendbar. Die Zelloberfläche sei so strukturiert, dass das Modul hohe Erträge verspreche. Sharp verwendet vergütetes Weißglas. Die Entwicklung basiere auf 50 Jahren Erfahrung im Photovoltaikbereich. Aus der gleichen Reihe wie das getestete Modul bietet der Hersteller noch ein 185-Watt-Modell an. In der Zwischenzeit hat Sharp eine kleine Änderung am Modulrahmen vorgenommen, durch die das Modul etwas leichter geworden ist (neue Bezeichnung NU-180E1H).

IBC Monosol 240 ET
Das Monosol 240 ET von IBC Solar ist in fünf verschiedenen Leistungsklassen von 230 bis 250 Watt erhältlich. Es ist mit 60 Solarzellen von Bosch bestückt und wird im Auftrag von IBC Solar von der Firma Solarwatt in Dresden hergestellt. IBC sichert die Qualität nach eigenen Angaben durch regelmäßige Audits und Qualitätskontrollen. Die Fertigung in Deutschland bedinge auch in einen etwas höheren Preis. Das Modul ist laut Hersteller vor allem für den Einsatz auf Einfamilienhäusern geeignet, bei denen es auf ein gutes Aussehen und eine effiziente Nutzung der vorhandenen Dachfläche ankommt. Es werde aber auch auf gewerblichen Gebäuden und auf Industriedächern verbaut.
Schon seit dem Jahr 2007 ist das Modul auf dem Markt erhältlich. Mittlerweile ist es für alle europäischen Märkte zertifiziert. Seit Vertriebsbeginn hat IBC ungefähr 300.000 Exemplare dieses Modultyps verkauft. Ein Hohlkammerrahmen aus Aluminium sorgt laut Hersteller für die nötige Stabilität. Aufgrund seiner Ammoniak- und Salzwasserbeständigkeit könne das Modul auch gut in landwirtschaftlichen Betrieben oder in Küstennähe eingesetzt werden.

Mitsubishi Electric PV TD 185 MF5
Das polykristalline Modul von Mitsubishi ist seit dem zweiten Quartal 2008 auf dem Markt und hat eine Nennleistung von 185 Watt. Es sind nach Angaben des Herstellers schon Module mit insgesamt mehr als 100 Megawatt Leistung installiert worden. Es ist das Modell von Mitsubishi für den universellen Einsatz, in Abgrenzung zu den Modellen für den ökonomischen und den Modellen für den designorientierten Einsatz. Mitsubishi legt nach eigenen Angaben einen sehr großen Wert auf die elektrische Sicherheit. Deshalb habe das Modul für jeden der beiden elektrischen Anschlüsse eine eigene Anschlussdose. Sie seien jeweils mit einem nicht brennbaren Material vergossen. Insgesamt kommen dabei drei Bypassdioden zum Einsatz. Für die mechanische Steifheit hat das Modul auf der Rückseite eine Querstrebe. Daran befinden sich Kabelklipps, die dem Installateur die Arbeit erleichtern. Außerdem sei dem Unternehmen eine umweltbewusste Herstellung sehr wichtig. Das Modul sei deshalb mit bleifreiem Lot gearbeitet und konform zur RoHS-Richtlinie der EU.

Jetion JT235PCe
Der chinesische Hersteller Jetion Solar bietet das Modul JT235PCe als Standardserie mit Nennleistungen zwischen 225 und 245 Watt an. Auf Wunsch seien auch Sonderlösungen möglich. Das Modul kommt nach Angabe des Unternehmens überwiegend in Großprojekten auf Dach- und Freiflächen zum Einsatz, werde aber auch im Kleinanlagenbereich verwendet. Ein Hohlkammerrahmen biete den nötigen Halt für Lasten von bis zu 5.400 Pascal. Durch Öffnungen an der Modulunterseite kann Kondenswasser austreten. Das 3,2 Millimeter dicke Hartglas ist laut Jetion eisenarm, hochtransparent, entspiegelt und beschichtet, was besonders hohe Erträge gewährleiste.
Das Jetion-Modul ist seit 2007 auf dem europäischen Markt erhältlich. Unter dem Markennamen Jetion wurden seither Module mit einer Gesamtleistung von etwa 400 Megawatt in Europa vertrieben. Das Unternehmen tritt allerdings auch als OEM-Hersteller für andere Solarfirmen auf. Für Fremdmarken wurden bisher Module mit einer Gesamtleistung von ungefähr einem Gigawatt produziert. Seit Ende 2011 gibt es eine sogenannte Italus-Serie für den italienischen Markt. Diese entspreche den Richtlinien des Conto Energia, was in Italien einen um zehn Prozent höheren Einspeisetarif möglicht macht.

Conergy PowerPlus 225P
Das Conergy-Modul PowerPlus 225P ist eine Weiterentwicklung eines polykristallinen Moduls, das 2007 auf den Markt kam. Nach Angaben des Herstellers ist es für alle Segmente geeignet, also für kleine und mittlere Hausdächer (Residential), für größere Gewerbegebäude (Commercial) und für Großprojekte. Es zeichne sich unter anderem durch ein besonders gutes Schwachlichtverhalten aus. Außerdem sei der Ertrag sehr gut, da das strukturierte Solarglas sehr reflexionsarm sei. Die Kontakte in der Anschlussdose seien alle vollautomatisch gelötet, was für eine gute Qualität zeuge. Ein weiterer Vorteil ist laut Conergy, dass das Modul hochkant und quer montiert werden kann, was dem Installateur eine größere Flexibilität gebe. Es habe den Ammoniaktest der Deutschen Gesellschaft für Landwirtschaft bestanden, so dass es auch für landwirtschaftliche Betriebe geeignet sei. Das Modul hat außerdem einen Steckverbinder, der sich per Drehverriegelung sichern lässt. Rund 250 Megawatt des Moduls seien bereits verbaut worden.

Sovello SV-X-195
Das Modul SV-X-195 von Sovello hat eine Nennleistung von 195 Watt und ist nach eigenen Aussagen für sehr viele Marktsegmente geeignet: für kleine und mittlere Hausdächer (Residential), für größere Gewerbegebäude (Commercial), für landwirtschaftliche Betriebe, Schrägdach, Flachdach und Freifläche. Es ist das einzige Modul im Test, dessen polykristalline Wafer nach dem sogenannten String-Ribbon-Verfahren hergestellt werden. Dabei wird das Silizium zwischen zwei Drähten aus der Schmelze gezogen und hat dadurch gleich die richtige Dicke und Breite. Sovello muss bei dem String-Ribbon-Verfahren anders als bei den üblichen Verfahren nicht sägen und kann dadurch nach eigenen Angaben mit rund 50 Prozent weniger Energie und 50 Prozent weniger Silizium produzieren. Das verkürze die Energieamortisationszeit, also die Zeit, innerhalb derer ein Modul so viel elektrische Energie erzeugt hat, wie zu seiner Herstellung nötig war. Das Modul hat nach Aussagen von Sovello auch viele Vorteile im Einsatz: es verhalte sich sehr gut bei Teilabschattungen, da die Zellen vorteilhaft verschaltet sind. Kommt es zu einer Abschattung, sei der Ertrag bis zu zehn Prozent höher als bei konventionell verschalteten Modulen. Das erhöhe auch die Flächeneffizienz bei aufgeständerten Anlagen, da die Reihenabstände kleiner gewählt werden können. Außerdem sei das Schwachlichtverhalten sehr gut. Ebenfalls erhöhe das antireflexionsbeschichtete Solarglas den Ertrag.

Perfect Solar PS 230-6P-TOP
Das Modul von Perfect Solar hat eine Nennleistung von 230 Watt und ist 1,66 Quadratmeter groß. Es ist nach Angaben des Herstellers seit Ende 2008 am Markt. Bisher seien Module mit einer Leistung von acht bis zehn Megawatt verkauft worden. Es könne auf Dachflächen sowie Freiflächen montiert werden. Das Modul sei mit einer sogenannten Top-Nano-Beschichtung veredelt. Dadurch werde der Lotusblüten-Effekt nachempfunden. Das habe zur Folge, dass das Modul schmutzabweisend sei, was sich positiv auf den Ertrag auswirke. Perfect Solar versichert, dass das Modul schwermetallfrei und damit recycelbar sei. Es sei mit deutscher Technologie hergestellt. Das bedeutet nach Aussage von Perfect Solar, dass ein Unternehmen in Taiwan die Modulproduktion übernehme und mit Maschinen und Materialien aus Deutschland arbeite.
Weiterführende Informationen

PV+Test-Homepage
Auf der Internetseite des Tests finden Sie noch mehr Informationen zu den Sitzungen des Industriebeirats und weiteren Details.
Alle Hersteller sind eingeladen, sich an dem Test zu beteiligen. Wenn Sie Hersteller sind und Interesse haben, am Test teilzunehmen, bitte kontaktieren Sie die Testexperten. Die Kontaktdetails finden Sie auch auf der PV+Test-Seite: www.pvtest.de
TÜV Rheinland
Eine Übersicht der Ergebnisse und zur Vorgehensweise: www.tuv.com
